Fortbildungsseminar Hochtemperatursensorik der DGM: nächster Termin am 25. und 26. Februar 2016 in Goslar.
Hochtemperatur-Prozesse sind zu etwa 85 % für den Energieumsatz in Kraftwerken, Industrie und Verkehr verantwortlich. Damit verursachen sie gleichzeitig den weitaus größten Teil der anthropogenen CO2-Emissionen. Die Verbesserung von Hochtemperatur-Prozessen ist folglich in Bezug auf Wirkungsgrad, Lebensdauer und Umweltverträglichkeit dringend geboten. Einen wesentlichen Aspekt bei der Realisierung dieser Zielstellung bilden Sensoren, deren Funktionalität an den jeweiligen Prozess angepasst ist und vorzugsweise In-situ-Sensorik zur unmittelbaren Prozessbeeinflussung erlaubt. Ein besonderes Problem bei Arbeitstemperaturen oberhalb von 350 °C ist die Stabilität bzw. die Lebensdauer der Sensoren. Materialwissenschaftliche Fragestellungen wie thermische Ausdehnung, Materialkompatibilität und Phasenumwandlungen müssen besondere Beachtung finden. Im Rahmen der Fortbildungsveranstaltung werden daher das Sensorprinzip und die eingesetzten Materialien als Einheit betrachtet.
Das Seminar wird geleitet von Prof. Dr. Holger Fritze, TU Clausthal.
Dr. Tilman Sauerwald ist einer der beteiligten Dozenten und referiert zum Thema Halbleitergassensoren.